Vor dem Hintergrund zahlreicher Skandale deutscher Aktiengesellschaften untersucht die Autorin mit Hilfe sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnisse die rechtliche Bedeutung der Unternehmensreputation. Sie fragt, inwiefern das Recht Geschaftsfuhrer insbesondere borsennotierter Aktiengesellschaften und Kreditinstitute dazu verpflichtet, das gute Unternehmensansehen zu schutzen. Dabei analysiert sie praxisorientiert, welche geeigneten organisatorischen Vorkehrungen zu treffen sind.
≫Corporate Reputation as a Legal Parameter≪
Against the background of numerous scandals of large German stock corporations, the author examines the legal significance of corporate reputation. By means of social and economic findings, she examines the extent to which German law obliges managing directors of financial institutions and stock corporations to protect the good reputation of the company they manage. In addition, she examines appropriate organizational precautions with a hands-on approach.
In Zeiten, in denen Abgasmanipulationen deutscher Autobauer ganze Scharen von Rechtsanwalten beschaftigen und die Ubernahme des Saatgutherstellers Monsanto durch die Bayer AG negative Schlagzeilen produziert, fragt die Autorin nach der rechtlichen Bedeutung von Unternehmensreputation. Sie untersucht anhand eines interdisziplinaren Ansatzes, inwieweit das deutsche Rechtssystem den guten Ruf eines Unternehmens schutzt. Unter Heranziehung wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse analysiert die Autorin, welche Bedeutung gutes Ansehen fur Unternehmen hat. Rechtlich legt sie ein besonderes Augenmerk auf die Frage, inwieweit Geschaftsleiter dazu verpflichtet sind, die Reputation des Unternehmens durch organisatorische Maßnahmen zu gewahrleisten. Die Autorin resumiert, dass eine solche Pflicht nicht nur aus okonomischen Grunden besteht. Vielmehr fuhrt eine gute Unternehmensreputation innewohnender Vermogenswert dazu, dass das Konstrukt ein rechtlicher Parameter ist.
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Dissertationsschrift