Paritatisches Wahlrecht hat zum Ziel, geschlechtergerechte Zugangsmoglichkeiten zum Parlament zu schaffen. Gleichzeitig wirft es eine Reihe verfassungsrechtlicher Fragen auf, die neben den Wahlrechtsgrundsatzen und den Rechten politischer Parteien auch das Reprasentationsverstandnis betreffen. Gegen eine paritatische Ausgestaltung des Wahlrechts wurden in Deutschland vielfach verfassungsrechtliche Bedenken erhoben. Jytte Lauenstein betrachtet die Zulassigkeit paritatischen Wahlrechts aus rechtsvergleichender Perspektive. Die verfassungsrechtliche Lage in Frankreich steht hierbei in erstaunlichem Kontrast zur deutschen Diskussion. Nach anfangs deutlicher Ablehnung, ist parite in Frankreich seit uber zwanzig Jahren in der Verfassung verankert und heute allgemein anerkannt. Der Blick uber die Grenze fugt der Diskussion eine Perspektive hinzu, die geeignet ist, die Analyse der deutschen Rechtslage deutlich zu scharfen.
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Dissertationsschrift