Die Rede von der Krise des Multilateralismus ist in aller Munde: von den Kabinettssalen bis in die Feuilletons und von politischen Streitgesprachen bis in interdisziplinare wissenschaftliche Debatten. Ohne Zweifel geben die Machtverschiebungen im internationalen System Anlass zur kritischen Bestandsaufnahme und Denkanstoße fur Neujustierungen. Davon ist auch die Volkerrechtswissenschaft als kontext- und pfadabhangige normative Disziplin nicht ausgenommen. Maximilian Waßmuth ermittelt "Narrative" und "normative Erwartungen" als Konstruktionen, auf die sich die Volkerrechtsordnung stutzt. Sie bilden eine Zwischenschicht unterhalb, aber nicht unabhangig von internationalen Rechtsnormen. Versteht man ihre Bedeutung fur die Volkerrechtsordnung, wird klar, wie wichtig es ist, dass das Volkerrecht seine Versprechen einhalt.
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Dissertationsschrift