Dissertation Universität Bremen 2020. Includes bibliographical references and index.
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Einleitung A. Problemaufriss I. Sportlicher Wettbewerb und seine Organisation II. Anwendbarkeit des Kartellrechts im Sport 1. Verrechtlichung des Sports. 2. Wirtschaftliche Bedeutung des Sports 3. Anwendung des Kartellrechts III. Private Rechtssysteme B. Gang der Untersuchung Teil 1 Grundlagen Kapitel 1 Rechtssysteme A. Rechtssetzung I. Rechtsquellen II. Arten von Rechtsnormen III. Entstehung von Recht B. Rechtsanwendung I. Begriff der Rechtsanwendung II. Fragestellungen zur Rechtsanwendung 1. Materieller Gehalt 2. Formelles Verfahren C. Rechtsdurchsetzung I. Begriff der Rechtsdurchsetzung II. Verfahren der Rechtsdurchsetzung Kapitel Private Rechtssysteme im Bereich des Sports und Lex Sportiva A. Zweck privater Rechtssysteme B. Struktur privater Rechtssysteme im Sport I. Grundlagen II. Internationale Verbände 1. Weltverbände 2. Kontinentalverbände III. Nationale Verbände 1. Nationalverbände 2. Regionale Verbände 3. Ausgegliederte Profiligen IV. Unabhängige Wettbewerbe V. Vereine VI. Sportler VII. Sportartübergreifende Verbände 1. Internationales Olympisches Komitee 2. Nationale Olympische Komitees VIII. Anti-Doping-Agenturen C. Rechtssetzung D. Rechtsanwendung I. Spruchkörper der Verbände II. Court ofArbitration for Sports III. Deutsches Sportschiedsgericht E. Durchsetzung des Rechts F. Der Begriff der Lex Sportiva Kapitel 3 Der sportliche Wettbewerb A. Leistungsprinzip B. Konkurrenzprinzip C. Gleichheitsprinzip Kapitel 4 Kartellrecht im Sport A. Anwendung des Kartellrechts auf den Sport B. Funktion des Kartellrechts I. Festlegung des Wirtschaftssystems durch das Kartellverbot II. Schutz der Mitglieder durch das Missbrauchsverbot III. (Bereichs-)Ausnahme vom Kartellrecht? C. Durchschlagskraft des Kartellrechts I. Räumlicher Anwendungsbereich des Kartellrechts II. Rechtsfolgen eines Verstoßes III. Wirtschaftliche Bedeutung Deutschlands und der EU IV. Anwendbarkeit in schiedsgerichtlichen Verfahren D. Kartellrechtliche Vorgaben für den Sport I. Kartellverbot 1. Unterschiede zwischen § 3 GWB und Art. 103 AEUV 2. Märkte im Bereich sportverbandlicher Rechtssysteme a) Sachliche Marktabgrenzung b) Räumliche Marktabgrenzung 3. Sportspezifische Auslegung der Tatbestandsmerkmale a) Unternehmen bzw. Unternehmensvereinigung b) Vereinbarungen und Beschlüsse c) Wettbewerbsbeschränkung d) Kontextanalyse (Drei-Stufen-Test) aa) Gesamtzusammenhang und legitimer Zweck (1) Gerichtliche und behördliche Entscheidungspraxis (2) Schrifttum. (3) Eigener Standpunkt (a) Zweck der Vereinigung (b) Keine unmittelbare Wirkung gegenüber Verbandsfremden bb) Weitere Voraussetzungen des Drei-Stufen-Tests e) Freistellung vom Kartellverbot 4. Gesetzgeberische Entwicklungen des Kartellverbotes II. Missbrauchsverbot 1. Unterschiede zwischen Art. 104 AEUV und §§20ff. GWB 2. Märkte im Bereich sportverbandlicher Rechtssysteme a) Sachliche Marktabgrenzung b) Räumliche Marktabgrenzung c) Weitere Erwägungen zu relevanten Märkten 3. Sportspezifische Auslegung der Tatbestandsmerkmale 4. Fallgruppen des Missbrauchsverbots im Sport 5. Gesetzgeberische Entwicklungen des Missbrauchsverbots III. Treu und Glauben IV. Art. 167 AEUV Kapitel 5 Relevante wirtschaftliche Beziehungen A. Verhalten innerhalb derjeweiligen Rechtsordnung B. Verhalten gegenüber Dritten C. Verhalten gegenüber Aufnahmewilligen Teil 2 Analyse der kartellrechtlichen Anforderungen an den Sport Kapitel 6 Rechtssetzung A. Kartellverbot I. Organisationsnormen 1. Vermarktung Europapokalheimspiele, Deutschland 2. Vermarktung von Automobilrennen, Deutschland. 3. Vermarktung der Formel 3, Europäische Kommission 4. Vermarktung der Premier League, England 5. Vermarktung von Fußballligen, Europäische Kommission 6. Vermarktung Dänische Superligaen, Dänemark 7. Vermarktung Fußball-Bundesliga,Deutschland 8. Zwischenergebnis II. Außenbeziehungsnormen 1. Spielervermittler 2. Genehmigungsvorbehalt für verbandsfremde Wettkämpfe 3. Zwischenergebnis III. Verhaltensnormen 1. Sportausübungsregeln 2. Wirtschaftliche Lenkungsregeln a) Regeln ohne Bezug zur Ausübung des Sports aa) Kontrahierungsverbot mit Spielervermittlem ohne Lizenz bb) Verbote bestimmter Vergütungsklauseln. cc) Vorgaben für die Vergütung von Spielervermittlem dd) Verbote längerer Vertragslaufzeiten ee) Werbebeschränkungen ff) Verbot der sog. Third-Party-Ownership gg) Mehrfachbeherrschungsverbote hh) Financial Fairplay ii) Transferfenster jj) Transferablösezahlungen kk) Zwischenergebnis b) Regeln mit unmittelbarem Bezug zur Ausübung des Sports IV. Verteilungsnormen 1. Umverteilung zwischen den Teilnehmern des Wettbewerbs 2. Bezug von Ressourcen der Mitglieder durch den Verband a) Verpflichtung zu Werbetätigkeiten b) Abstellungspflicht von Nationalspielern der Vereine 3. Bezug von Ressourcen Dritter durch den Verband 4. Zwischenergebnis. V. Innenbeziehungsnormen 1. Rechte der Mitglieder a) Nominierungskriterien b) Lizenzierungsregeln c) Nachträgliche Änderung von Regeln d) Zwischenergebnis 2. Pflichten der Mitglieder a) FIA, Europäische Kommission b) WPBSA, Vereinigtes Königreich c) Reitverband, Italien d) Motorsport, Italien e) Springreiter, Irland f) Automobilsportverband, Schweden g) Bodybuilding, Schweden h) Boxfunktionäre, Vereinigtes Königreich i) Pferdesport, Belgien j) Eisschnelllauf, Europäische Kommission und EuG k) Zwischenergebnis B. Missbrauchsverbot I. Organisationsnormen. II. Außenbeziehungsnormen 1. Solidarität I, BGH 2. Solidarität II, BGH 3. Taekwondo I und II, OLG München 4. FBV, LG Duisburg 5. Einrad, OLG München 6. Cheerleader, OLG Dresden 7. Zwischenergebnis. III. Verhaltensnormen 1. Sportausübungsregeln a) Dopingverbote b) Hin- und Rückspiele c) Regeln über die Zusammensetzung von Mannschaften d) Zwischenergebnis 2. Wirtschaftliche Lenkungsregeln a) Mehrfachbeherrschungsverbote b) Transferfenster c) Beschränkung der Trikotwerbung d) Veräußerung der Namensrechte am Verein e) Werbeverbote während Olympischer Spiele. f) Zwischenergebnis IV. Verteilungsnormen 1. Bezug von Ressourcen der Mitglieder durch den Verband a) Verpflichtung zu Werbeaktivitäten b) Abstellungspflicht von Nationalspielern der Vereine aa) LG Dortmund bb) OLG Düsseldorf cc) Zwischenergebnis 2. Bezug von Ressourcen Dritter durch den Verband 3. Zwischenergebnis V. Innenbeziehungsnormen 1. Rechte der Mitglieder a) Zulassung von Vereinsmannschaften (Lizenzierung) aa) Handballbundesligalizenz, LG Dortmund bb) Profi-Fußballliga, Belgisches Conseil de la Concurrence cc) Basketballligalizenz, Finnische Wettbewerbsbehörde dd) Europäische Kommission ee) Zwischenergebnis b) Zulassung von Einzelsportlem c) Wettkampfmodi d) Nominierungskriterien e) Zwischenergebnis 2. Pflichten der Mitglieder a) Loyalitätspflichten b) Teilnahmeverpflichtung c) Sonstige Loyalitätspflichten d) Zwischenergebnis Kapitel 7 Rechtsanwendung A. Kartellverbot I. Verfahrensrechtliche Anforderungen 1. Schiedszwang 2. Unterwerfung Dritter unter Verbandsgerichtsbarkeit 3. Zwischenergebnis. II. Materiell-rechtliche Anforderungen 1. Auslegung von Regeln 2. Feststellung von Tatbestandsmerkmalen 3. Ausübung des Ermessens 4. Zwischenergebnis. B. Missbrauchsverbot I. Verfahrensrechtliche Anforderungen 1. Formelle Voraussetzungen für Anträge 2. Verfahren vor Verbandsgerichten in Disziplinarsachen a) Reiter, BGH b) FIBAI, OLG München c) Hürdensprinter, OLG Dresden d) Dieter Baumann, LG Stuttgart e) Zwischenergebnis 3. Ausgestaltung sonstiger Verfahren 4. Schiedszwang. a) Pechstein, BGH b) Türkgücü München, BayObLG c) DIS-Sportschiedsgericht, OLG Karlsruhe d) BDR, OLG Frankfurt a. M. e) Fall Jena, OLG Frankfurt a. M. f) Olympia, Bundeskartellamt g) Zwischenergebnis 5. Ausgestaltung des Schiedsverfahrens II. Materiell-rechtliche Anforderungen 1. Grundsätze zur Anwendung von Regeln 2. Materieller Gehalt der Entscheidungen a) Entscheidungen im Außenverhältnis aa) Landessportbund, BGH bb) Solidarität I, BGH cc) Aikido, BGH . dd) Eiskunstlaufverband, OLG Düsseldorf ee) Stadtsportbund, BGH ff) Bogensport, OLG Stuttgart gg) Handballverein, OLG Frankfurt a. M hh) Taekwondo 1 und II, LG München und OLG München ii) Einrad, OLG München jj) Schwimmsportverein, AG Frankfurt a. M. kk) Zwischenergebnis b) Entscheidungen im Innenverhältnis aa) Teilnahme an Veranstaltungen bb) Ablauf sportlicher Veranstaltungen (1) Entscheidungen aus individuelle Gründen (2) Entscheidungen aufgrund höherer Gewalt cc) Zulassung zu sportlichen Wettbewerben. dd) Nominierung von Sportlern ee) Zwischenergebnis Kapitel 8 Rechtsdurchsetzung A. Kartellverbot I. Ermittlungsbefugnisse II. Durchsetzungsmaßnahmen 1. Grundsätzlich zulässige Durchsetzungsmittel 2. Härte von Sanktionen 3. Dauer des Sanktionsverfahrens 4. Sanktionsadressat 5. Verschuldenserfordemis B. Missbrauchsverbot I. Ermittlungsbefugnisse II. Grundsätzliche Zulässigkeit von Durchsetzungsmaßnahmen III. Sanktionsnormen 1. Formelle Anforderungen an die Sanktionsnorm 2. Inhaltliche Anforderungen an die Sanktionsnorm 3. Zwischenergebnis IV. Zulässige Durchsetzungsmaßnahmen 1. Grundsätzlich zulässige Durchsetzungsmittel 2. Sportliche Sanktionen bei nichtsportlichem Fehlverhalten 3. Zwischenergebnis V. Zulässiges statutarisches Sanktionsmaß VI. Härte der Sanktion im Einzelfall 1. Motorradsport, OLG Frankfurt a. M. 2. Katrin Krabbe, OLG München 3. Dieter Baumann, LG Stuttgart 4. Profispringreiter, LG Dortmund 5. Jahrestumierlizenz, LG Dortmund 6. Hustenzeichen, OLG Düsseldorf 7. Zwischenergebnis. VII. Verfolgungsverjährung VIII. Sanktionsadressat 1. Triathlon, OLG Düsseldorf 2. FIBA, LG München I 3. Zwischenergebnis. IX. Verschuldenserfordernis 1. Sperren a) Dieter Baumann, OLG Frankfurt a. M b) Dieter Baumann, LG Stuttgart 2. Suspendierung 3. Nachträgliche Disqualifikation 4. Zwischenergebnis. X. Inhaber der Sanktionsgewalt 1. Reitsport, BGH 2. FIBA I, OLG München 3. Hürdensprinter, OLG Dresden 4. Katrin Krabbe, OLG München 5. Dieter Baumann, LG Stuttgart 6. Zwischenergebnis. XL Beweisanforderungen 1. Nachweis des objektiven Tatbestandes 2. Nachweis des Verschuldens a) Meca-Medina, Europäische Kommission b) Dieter Baumann, OLG Frankfurt a.M c) Hürdensprinter, OLG Dresden d) Tumierreiter, OLG Düsseldorf e) Dieter Baumann, LG Stuttgart f) Zwischenergebnis Teil 3 Folgen und Folgerungen aus der Spruchpraxis Kapitel 9 Bisherige Auswirkungen der Entscheidungspraxis auf das Verhalten von Sportverbänden A. Zentralvermarktung von Fußballligen B. FIFA-Spielervermittlerreglement C. Loyalitätspflichten D. Hosenwerbung E. Financial Fairplay F. Abstellungspflicht von Nationalspielern G. Organisation des Motorsports H. Aufnahmeregeln des Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität I. Aufnahmeregeln der Deutschen Taekwondo Union J. Werbung während Olympischer Spiele K. Vollständigkeit der Lizenzierungsregeln der HBL L. Schiedszwang im FIFA-Spielervermittlerreglement Kapitel 10 Übertragbarkeit der Ergebnisse A. 52+3-Regel I. Kartellverbot 1. Tatbestand 2. Freistellung II. Missbrauchsverbot B. Absolutes Salary Cap I. Kartellverbot 1. Tatbestand 2. Freistellung 3. Vereinbarung in Tarifvertrag II. Missbrauchsverbot C. Luxury Tax I. Kartellverbot 1. Tatbestand 2. Freistellung II. M
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출판사 책소개
Das pyramidale Verbandswesen, die Besonderheiten des sportlichen Wettbewerbs und das Spannungsverhaltnis zwischen Kartellrecht und grundrechtlich verburgter Vereinigungsfreiheit fuhren zu Herausforderungen bei der Anwendung des Kartellrechts auf sportliche Sachverhalte. Diese Arbeit stellt die reichhaltige kartellrechtliche Kasuistik der Behorden und Gerichte der Europaischen Union und Ihrer Mitgliedstaaten im Bereich des Sports dar. Sie zeigt ferner Wege zur Losung noch nicht entschiedener Fragen auf.
≫Competition Law Requirements on Private Legal Systems in Sport≪: The pyramidal system of associations, the special characteristics of sports competition and the conflict between competition law and the fundamental right of freedom of association lead to challenges in the application of competition law to sports matters. This work presents the rich antitrust casuistry of the authorities and courts of the European Union and its Member States in the field of sports. It also suggests ways to resolve issues that have not yet been decided.
Das Kartellrecht hat auch vor der Welt des Sports nicht Halt gemacht, eine Bereichsausnahme existiert nicht. Diese Arbeit befasst sich mit den Anforderungen, die das Kartellrecht an private Rechtssysteme im Sport hinsichtlich Rechtssetzung, Rechtsanwendung und Rechtsdurchsetzung stellt. Das pyramidale internationale Verbandswesen im Sport, die Besonderheiten des sportlichen Wettbewerbs und das Spannungsverhaltnis zwischen Kartellrecht und grundrechtlich verburgter Vereinigungsfreiheit fuhren zu Herausforderungen bei der Subsumtion sportlicher Sachverhalte unter die kartellrechtlichen Normen des Kartellverbots und des Missbrauchsverbots. In diesem Rahmen befasst sich die Arbeit mit der reichhaltigen kartellrechtlichen Entscheidungspraxis der Behorden und Gerichte der Europaischen Union und Ihrer Mitgliedstaaten im Bereich des Sports. Sie zeigt ferner Wege zur Losung einiger noch nicht entschiedener kartellrechtlicher Fragen im Sport auf.