Dissertation Humboldt-Universität zu Berlin 2022. Includes bibliographical references and index.
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Vorwort V Abkürzungsverzeichnis XIII Einleitung 1 A. These und Grundüberlegung 4 B. Gang der Untersuchung 5 I. Sonderwirtschaftszonen als Steuerungsinstrument des Globalen Südens 6 II. „Aspiration of a new India“: Die Zone im postkolonialen Verfassungsstaat 8 C. Forschungsstand und Methoden 11 I. Forschungsstand 11 II. Methoden: Kontext, Perspektive, Übersetzung 15 Teil 1: Sonderwirtschaftszonen als Forschungsgegenstand der Rechtswissenschaften 19 Kapitel 1: „Inseln der Moderne“: Sonderwirtschaftszonen als Steuerungsinstrument des Globalen Südens 21 A. Was sind und zu welchem Zweck gibt es Sonderwirtschaftszonen? 21 I. Terminologie und Eigenschaften 21 II. Ratio 24 1. Exportförderung und Direktinvestition 25 2. Cluster und Ballungsräume 25 3. Labor und Experimentierfeld 26 B. Genealogie und Kontext: Eine kurze Ideengeschichte der Zone 27 I. Von der Konzession zur Sonderwirtschaftszone: Koloniale Ursprünge 27 II. Zonen als Entwicklungsinstrument: Von der Importsubstitution zur Good Governance 29 III. Zonen als Distributionsinstrument: Mittelbare Versprechen, unmittelbare Verteilung 33 IV. Zwischenergebnis 37 C. Das Recht der Sonderwirtschaftszonen 37 I. Rechtsquellen und Regelungsgehalt: VomIndustrieschema zur Verrechtlichung 38 1. Nationale Regulierung 38 2. Völkerrechtlicher Rahmen 40 3. Inter- und transnationale Steuerung 42 II. Ausnahmezustand, Föderalismus, Bypass:Zur regulatorischen Form der Zone 43 1. Ausnahmezustand 44 2. Föderalismus 45 3. Bypass 46 D. Zwischenergebnis 51 Teil 2: Indiens Recht der Sonderwirtschaftszonen 53 Kapitel 2: Dichte Verwaltung: Der Special Economic Zones Act 55 A. Analyserahmen: Der postkoloniale Verfassungsstaat 55 I. Koloniale Genealogie 57 II. Demokratische Organisation 59 III. Transformatives Recht 61 B. Genealogie und Kontext: Von der Policy zum Gesetz 62 I. Planung und Kontrolle: Indiens erste Zonen (1965-2000) 62 II. Liberalisierung und Expansion: Verrechtlichung als Katalysator (2000-2008) 64 1. Von der EPZ zur SEZ: Indiens SEZ Policy 65 2. Von der Policy zum Gesetz: Der Special Economic Zones Act, 2005 67 3. Vom Gesetz zum Konflikt: Politisierung und Protest 69 III. Stagnation, Reform, Konsolidierung: Der nachgeholte Diskurs (Post 2010) 70 C. Indiens Zonenrecht: VerwaltungsStruktur und Steuerungsinstrumente 72 I. Rechtsquellen und Handlungsformen: Föderale Ebenen, exekutive Rechtssetzung 73 1. Bundesebene 74 2. Landesebene 76 II. Zonenverwaltungsrecht: Akteure, Kompetenzen, Verfahren 77 1. Gesamtzonenverwaltung 78 a) Board of Approval (BoA) 78 b) Ministerialintervention 80 2. Mehrzonenverwaltung 81 3. Einzelzonenverwaltung 84 a) Unit Approval Committee (UAC) 84 b) Special Economic Zones Authorities 85 III. Koordination und Kollision: Zum Verhältnis von Zone und DTA 86 1. Geltung: Zum Anwendungsbereich des materiellen Rechts der DTA 87 2. Vollzug: Der Single-Window-Mechanismus und seine Grenzen 89 3. Rechtsschutz 92 D. Zwischenergebnis 92 Kapitel 3: Konsens, Kooperation, Konflikt: Die Zone im föderalen Bundesstaat 95 A. Zum Spannungsverhältnis von SEZ Act und Föderalaufbau 96 I. Von der zentralisierten Kommandoökonomie zur föderalen Marktwirtschaft 96 II. Sonderwirtschaftszonen als industriepolitische Rückaneignung 100 III. Zwischenergebnis: Zentralisierung und Kooperation 102 B. Föderale Variationen: Zum Verhältnis von Landes- und Bundesebene 103 I. Vorüberlegung: Fallauswahl und innerindische Vergleichung 103 II. Überschießende Umsetzung: Gujarat 105 1. Rechtsquellen und Kontext 105 2. Kooperation bei Verwaltungsfragen 107 3. ÜbervorteilungbeiVerteilungsfragen 108 III. Kritische Kooperation: Haryana 109 1. Rechtsquellen und Kontext 109 2. Kooperation bei Verwaltungsfragen 110 3. DissensbeiVerteilungsfragen 111 IV. Autonomie und Ausstieg: Goa 112 1. Rechtsquellen und Kontext 112 2. Kooperation bei Verwaltungsfragen 112 3. Konflikt bei Verteilungsfragen 113 V. Zwischenergebnis: Föderalismus als Korrektiv 115 C. „ Islands outside constitutionally electedgovernments‘: Zum Verhältnis von Lokal- und Landesebene 117 I. Das Integrationsmodell 119 II. Das Enklavenmodell 120 1. Gujarats „Triumvirat“ 121 2. Herrschaft der Experten: Zur Legalität und Legitimität des Enklavenmodells 124 a) Das „Industrial Township“ als verfassungsrechtliches Standbein 125 b) „Preserve the industrial culture from local politics“ 129 D. Zwischenergebnis 132 Kapitel 4: Metamorphosen des Gemeinwohls: Die Zone als öffentlicher Zweck 135 A. Von Narmada bis Nandigram: Indiens Landkriege 137 I. Entwicklung und Enteignung: Der nehmende Staat 137 II. „Betterment and Progress“: Der gebende Staat 139 III. Vom Staudamm zur Zone: Der Private als Schlüsselfigur 141 B. Privatisierung der Zwecke: Die Rolle der Judikative 144 I. Wessen Entwicklung? Eminent Domain als Kristallisationspunkt 146 II. Enteignung für Private: Der diskursive Boden des Supreme Courts 148 1. Prüfungsmaßstab: Der Supreme Court als neutraler Akteur? . 148 2. Enteignungen für Private: Die Umgehungslösung des Supreme Courts 150 3. Von New London nach New Delhi: Migration der Zwecke 151 III. Der Zweck der Zone: Die Auslegung durch die High Courts 154 1. Öffentlicher Zweck kraft Entwicklung: Shah Kantilal Depar 155 2. Öffentlicher Zweck kraft nationalen Interesses: Mohan Lai Sharma 157 3. Öffentlicher Zweck kraft Verwaltung: K. Somaraju 158 IV. Gerichte als Bremsklotz? Drei mögliche Einwände 160 1. Spielraum 161 2. Verfahren 162 3. Vielstimmigkeit 163 C. Prozeduralisierung der Zwecke:Die Rolle der Legislative 165 I. Sonderwirtschaftszonen als „Critical Juncture“ 166 II. Regelungsgehalt: Legalisierung der Zone, Demokratisierung des Verfahrens 167 III. Der postkoloniale Verfassungsstaat in Aktion 169 1. Koloniale Genealogie 169 2. Demokratische Organisation 170 3. Transformatives Recht 171 Schlussbetrachtung und Ausblick 173 Literaturverzeichnis 175 Rechtsprechungsverzeichnis 203 Register 205
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LM 343.5407 -A24-1
서울관 법률정보센터(206호)
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출판사 책소개
Sonderwirtschaftszonen gelten als entwicklungsokonomisches Zauberinstrument. Als "Inseln der Moderne" sollen sie Arbeitsplatze schaffen, Wachstum generieren und Verwaltungsstrukturen revolutionieren. Insbesondere im Globalen Suden hat dieses Versprechen zu einer regelrechten Explosion der Zahl von Sonderwirtschaftszonen gefuhrt. Maxim Bonnemann bettet den Siegeszug der Sonderwirtschaftszone in eine entwicklungsokonomische Diskursgeschichte ein und zeigt am Beispiel Indiens die zentrale Rolle des Rechts auf. Waren Indiens Zonen zunachst noch mit einem ebenso vagen wie allgemeinen Entwicklungsversprechen behaftet, so fuhrte ihre sprunghafte Verbreitung schnell zu schwerwiegenden Verteilungs- und Institutionenkonflikten, in denen ganz unterschiedliche Visionen von Entwicklung miteinander kollidierten. Jene Konflikte sind durch Indiens ambivalenten Charakter als postkolonialer Verfassungsstaat sowohl befeuert als auch entscharft worden. Denn dem indischen Verfassungsstaat wohnt nicht nur der lange Schatten des Kolonialismus inne, sondern auch die Aussicht auf eine tiefgreifende demokratische und soziale Transformation. Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis 2022 (Offentliches Recht) der Juristischen Fakultat der Humboldt-Universitat zu Berlin ausgezeichnet.